Reise-Impressionen

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Auf Reisen

Zu lange bin ich nicht zum Schreiben gekommen. Das bedeutet allerdings weder, dass ich nicht gelesen habe, noch, dass ich auf Reisen bin – letzteres gilt zumindest in Bezug auf Reisen im geographischen Raum. Der Stapel der Bücher, zu denen ich schreiben will, ist in den letzten Wochen immer höher geworden. Viel Schönes ist dabei, und wenn ich mir das, was da neben mir liegt genauer anschaue, stelle ich fest, dass ich doch auf Reisen bin. Auf einer literarischen Reise, die mich bis jetzt unter anderem nach Israel, Japan, Ungarn, Rumänien, Weimar und in die Uckermark geführt hat. Keine Urlaubsreise im eigentlichen Sinne, sie macht in gewisser Hinsicht durchaus Arbeit. Aber sie ist auch sehr beglückend und sie erlaubt mir neue Ein- und Ausblicke, die meinen Horizont im wahrsten Wortsinne deutlich erweitern.

Einige der gelesenen Bücher verdanke ich meinen wunderbaren Freundinnen, die mich so passend und phantasiereich zum Geburtstag beschenkt haben (danke kann man garnicht oft genug sagen, finde ich) und damit den Mitarbeitenden unserer örtlichen Buchhandlung, die nach eigenem Bekunden mittlerweile sehr viel Freude daran gefunden haben, meinen Bücherstapel Monat für Monat mit ihren Favoriten zu bestücken. Ich konnte dadurch vieles genießen, das mir sehr gefallen hat, das ich aber möglicherweise ohne die Vorschläge nicht ausgewählt hätte.

Sicher, literarische Reisen können echte Reisen nicht ersetzen. Sie haben aber doch ihren ganz eigenen Reiz. Reisen im Kopf, sich selbst Bilder machen zu den Worten, die man liest. Eintauchen in fremde Kulturen, auch wenn die Zeit oder das Geld fehlt, tatsächlich zu reisen. Das ist etwas Wunderbares, ein Geschenk. Kurzreisen unternehmen und trotzdem für Momente nicht nur geographisch, sondern vor allem mental ganz weit weg sein. Das ist Urlaub im Kopf. Im allerbesten Sinn.

Und manchmal werden literarische Reisen zu Ausgangspunkten für echte Reisen. Es ist spannend, literarische Orte in der Realität zu bereisen und herauszufinden, ob die Bilder im Kopf tatsächlich Ähnlichkeit mit den realen Orten haben. Vielleicht würden manche Sehnsuchtsorte niemals Sehnsuchtsorte, wenn es nicht Bücher gäbe, die von ihnen erzählen und die Sehnsucht schüren.

Und ja: Was das Schreiben von Blogbeiträgen betrifft, gelobe ich feierlich Besserung. Der nächste Text, dieses Mal zu meinem Juli-Buch, ist schon in Arbeit. Mit diesem Buch geht es dann in die USA.

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